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Haptik – der Wahrheitssinn

Geschrieben am Dienstag, den 18. Juni 2019

Haptik – der Wahrheitssinn

Die digtale Welt überflutet Augen und Ohren weit über das Erträgliche hinaus. Und diese digitale Welt ist bestens geeignet für Fake-News. Was ich höre, kann ich glauben oder auch nicht. Was ich sehe, kann ich glauben oder auch nicht.
Kennen Sie den Satz: „Ich glaube, ich traue meinen Augen nicht?
Kennen Sie den Satz: „Ich glaube, ich traue meinen Ohren nicht?
Kennen Sie den Satz: „Ich glaube, ich traue meinen Fingern nicht?
Wahrscheinlich nicht! Weil, was wir anfassen, fühlen und begreifen ist für uns immer sofort Wahrheit. Man kann sich verhören, versehen, aber nicht verfühlen.
Übrigens – auch Riechen und Schmecken sind immer direkt Wahrheit. Deshalb lässt sich über Duft, Geschmack und das Gefühl bekanntermaßen nicht streiten.

Der ungläubige Thomas
Die biblische Geschichte erzählt, dass Thomas nicht glauben konnte, dass Jesus erschienen ist. – Dann sagte Jesus zu Thomas: „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas antwortete ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus sagte zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Fazit: Als Thomas die Finger in die Wunde legte, glaubte er.
Für alle Haptik-Profis – Da die Kirchen die Haptik zwar perfekt nutzen, aber den Tastsinn verpönen, nennen sie das anfassen sehen. „Weil du mich gesehen hast, glaubst du.“ Es müsste richtig heißen „Weil Du mich berührt hast, glaubst Du.“

Übrigens – Diese Verwechslung der Sinne passiert jedem schon mal. Wie oft haben Sie schon erlebt, dass jemand gesagt hat. „Lass mich mal sehen!“ aber er mit seinen Händen deutlich zeigte: „Gib mal her!“ Wir alle wollen und müssen anfassen und begreifen, um wirklich zu glauben und zu wissen. Unsere Kunden auch. Wie sollen wir sonst wissen, was heiß oder kalt, leicht oder schwer, rauh oder glatt. Wir sind wie erwachsene Kinder, wir fassen am liebsten alles (attraktive) Neue an und probieren es aus.

Übrigens – Auch Justizia hat verbundene Augen und wiegt mit dem Gefühl ab.

Fazit: Es gilt also den Kunden zu aktivieren und mitmachen zu lassen, damit er den Eindruck der Wahrheit hat und sich mit dem Produkt verbundener fühlt. Das gilt analog wie auch digital.

 

5 Haptische Tipps für Ihre Praxis:

  • Geben Sie dem Kunden das worüber Sie sprechen wollen in die Hand
  • Das kann auch ein Zeitungsausschnitt oder ein Tablet sein
  • Lassen Sie den Kunden selbst lesen
  • Lassen Sie den Kunden selbst rechnen (soweit möglich)
  • Lassen Sie ihn selbst eingeben oder schreiben

Ein Kunde, der sich bewegt, ist ein aktiver Kunde,
ein aktiver Kunde ist interessiert und motiviert.
Ein Kunde, der sich interessiert, erkennt seine Vorteile,
und ein Kunde der seine Vorteile erkennt, ist ein Kunde, der kauft.

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