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Der Tastsinn des Menschen ist unersetzlich

Geschrieben am Mittwoch, den 5. Februar 2020

Die Digitalsierungswelle soll uns den Eindruck vermitteln, sie könnte den Menschen ersetzen. Das ist Blödsinn. Künstliche Intelligenz und Roboter anstatt Menschen in der Masse? Quatsch, zumindest noch ganz ganz lange. Sehen und Hören kann die Technik schon ganz gut, aber Fühlen und spontan bewegen – noch lange nicht so gut wie ein Mensch. Genauso wie über Riechen und Schmecken wir gar nicht sprechen brauchen. Übrigens Fühlen, Riechen und Schmecken sind Informationen, die überwiegend im Stammhirn verarbeitet werden und nicht vom Denkhirn. Und da liegt auch schon der wesentlichste Unterschied zwischen Mensch und Maschine.

Ein Beispiel: Ich habe in meinem Fahrzeug, wie viele andere auch Assistenzsysteme, die mich unterstützen. Und auf einige davon möchte ich natürlich nicht verzichten, weil die tatsächlich schon besser sind, als der Mensch – Tempomat, ABS, ESP und natürlich auch das Navi. Aber sonst? Bei schlechtem Wetter ist mit dem Distanzsystem oft nichts mehr. Spurhaltesystem – ohoh – ist im Bergischen Land unmöglich. Auch die Sprachsteuerung versteht oft nur Bahnhof. Ich glaube noch lange nicht an das autonome Fahrzeug, aber an tolle Assistenzsystem mit beschränkten Einsatzmöglichkeiten.

Mit einem netten Menschen zu sprechen ist 1000mal besser, als mit einem Computer. „Dann wählen Sie bitte die 1-2-3“. Das nervt. Auf einem Vortragstag in Frankfurt 2018, habe ich einen führenden Prof. für künstliche Intelligenz kennengelernt, der nicht über die Chancen sprach, sondern eben auch über die Fehlerquoten und die sind immer noch entsetzlich hoch, er nannte 20%. Und das müssen dann Menschen kontrollieren und wieder geradebiegen. Der Aufwand ist enorm.

Eins ist aber klar, die Systeme lernen schnell und was Google, Microsoft, IBM und Facebook im Hintergrund betreiben, ist beängstigend und hat meines Erachtens nur einen Zweck – Daten und damit Macht. Aber die sind mitten in diesem Wettkampf um die Vorherrschaft und können gar nicht nachlassen.

Vor kurzem kam die Meldung, dass der Quantencomputer gelungen ist. Das ist dann im wahrsten Sinne ein Quantenspruch. Quarks vergleicht die Quantencomputer zum normalen PC mit einem Überschallflugzeug zu einem Zeppelin. Hart, aber auch da sind wir noch lange nicht. Wie lange? 20 Jahre? Keine Ahnung.

Wenn man sich kurz erinnert das der Home-PC ca. 30 Jahre alt ist und das Smartphone 15, dann ist das Tempo der Entwicklung schon irre. Und es hieß damals die Computer werden Arbeitsplätze vernichten. Haben Sie nicht – Sie haben Arbeitsplätze geschaffen. Und so wird es auch noch lange bleiben.

Übrigens – Da gab es mal einen tollen Science Fiction Film von Stephen King – Der Rasenmähermann – absolut sehenswert!!!

Nun kommen wir aber wieder an den Anfang. Zum Unterscheid zwischen Mensch und Maschine. Bei der künstlichen Intelligenz klappt Sehen und Hören, ganz gut, aber Fühlen (Riechen und Schmecken) nicht, geschweige denn die Kongruenz der Sinne, also alles auf einmal. Übrigens – die Industrie investiert absolute Unsummen in die digitale Haptic. Und der Fortschritt ist weit unter den Erwartungen. Der Tastsinn des Menschen ist technich nicht kopierbar.

Mein Fazit: Der Mensch kann Fühlen – sich selbst und alles andere. Darauf aufbauend entstehen Ge-fühle und Emotionen. Und solange KI das noch nicht kann, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, sondern die Technik als sinnvolle Assistenz gebrauchen.

Wenn ein Computer im Stand ist sich selbst zu fühlen, dann wird es eng für die Menschheit.

Ich fühle, also bin ich. – Das Ich-Bewusstsein bedingt den Tastsinn

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