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Medizin-Nobelpreis für die Haptik

Geschrieben am Dienstag, den 5. Oktober 2021

Die Haptik gewinnt extrem an wissenschaftlicher Bedeutung

Wow, da haben die beiden Forscher Niklas Elmehed und Ardem Patapoutian den Nobelpreis für Medizin erhalten, weil Sie den Tastsinn erforscht haben. Und obwohl viele mit der Auszeichnung der Covid-Impfstoffe gerechnet haben.

Elmehed und Patapoutian haben die Auszeichnung bekommen, weil Sie den Tastsinn erforscht haben. Sie haben die Sensoren in Haut und Organen entdeckt, die Temperatur und Druck verarbeiten. Dies kann in der Medizin ein großer Schlüssel in der Schmerztherapie werden. Aber und nun wird es traurig lustig, damit haben Sie auch rausgefunden, warum wir Stehen und Gehen können. Krass, oder? Wir schreiben das Jahr 2021, fliegen zum Mars und zurück und entschlüsseln „erst“, das der Tastsinn unser erster und wichtigster Sinn ist.

Nicht, dass der falsche Eindruck entsteht, ich freue mich gerade sehr und sag auch nochmal: „Der Verlust der Nähe, der Mangel an Berührungen und Kontakt durch Corona, macht uns allen erst die Tragweite der Haptik bewusst.“

SZ-Haptik-Nobel

 

Die SZ hat gleich zwei tolle und ausführliche Artikel anlässlich des Nobelpreises geschrieben, die ich hiermit allen Haptik-Fans sehr empfehle.

Berührung ist die erste Sprache – hier klicken…

In diesem Artikel wird zum Beispiel beschrieben, dass das Neugeborene schon direkt nach Geburt unterscheiden kann, ob es sanft oder fest gehalten und umarmt wird. Ja das stimmt. Aber der Anfang des Tastsinns ist schon viel früher. In der embryonalen Entwicklung entsteht der Tastsinn in der 8. Woche, als erster Sinn. Das bedeutet hier entstehen die ersten Informationen. Das In-Form-ation hat es übrigens haptisch schon in sich. Durch einen Reiz entsteht eine Form. Tatsächlich erfährt der Embryo, der ca. 2,5 cm groß ist die ersten Fühlinformationen. Es fühlt sich selbst und auch das Fruchtwasser, die Gebärmutter, also es fühlt Ich und Nicht-Ich. Und dadurch entsteht die Form – die ersten Synapsen im Gehirn. Und Achtung das bedeutet, dass das Grundgerüst der neuronalen Vernetzung unseres Gehirns auf Tastsinn beruhen – es ist also unsere wahre Muttersprache oder um es in Computersymbolik zu packen – es ist wie BIOS. Darauf basiert alles. Dann kommt Geruchsinn und damit der Geschmacksinn. Dann kommt der Hörsinn, der übrigens „nur“ eine Spezialisierung der Haut ist – das Trommelfell. Und dann kommt im 8. Monat der Sehsinn, welcher auch „nur“ eine Spezialisierung der Haut ist – bestehend aus dem Augenlid, der Horn-, der Binde-, der Regenbogen- und der Lederhaut. Also die erste

Berührung ist nicht erst nach der Geburt, sondern weit vorher und die Geburt selbst, ist übrigens der haptische Supergau. Der Wahnsinn was da körperlich für Mutter und Kind abgeht.

Hier ist der zweite Artikel: Medizin-Nobelpreis für Sinnesforscher – hier klicken…

1944 gab es schon einmal einen Nobelpreis für die Entdeckung von Tastsinn-Nervenbahnen und Descartes erkannte im 17. Jahrhundert, dass ein mechanisches Signal an das Gehirn gesendet würde.

Mein Fazit: Der Mensch neigt dazu die Welt zu erforschen, aber sich selbst nicht.

 

Dabei ist der Tastsinn nicht nur der 1. Sinn, er ist der einzige Ganzkörper-Sinn und er ist ein Wahrheits-Sinn, denn was wir fühlen und anfassen ist für uns immer Wahrheit. Der Tastsinn beeinflusst uns unbewusst mehr als jeder andere Sinn und ohne Tastsinn wären wir schlicht und ergreifend tot. Deshalb ist der Tastsinn, der Sinn, der uns am stärksten beeinflusst und lenkt, jedoch überwiegend unbewusst.

Sich diesen unbewussten Tastsinn immer mehr bewusst zu machen, ist eine große Lösung für Erfolg, Glück und Gesundheit und dazu will ich gerne beitragen.

Der aktuelle Nobelpreis wird dazu ein große Hilfe sein.

Hier noch ein Artikel in der Bild von gestern. Das Bild selbst erinnert mich natürlich an meine Vorträge, weil mein Logo die 5 Sinne beinhaltet.

Aber typisch Bild – wie heißt die Überschrift:
Medizin-Nobelpreis für Chilischoten-Forscher – hier klicken…

Chilischoten? Da muss man erst draufkommen, wenn es um den Tastsinn, aber so ganz falsch ist es auch nicht. Auf jeden Fall ist die Haptik höher im Kurs denn je. Ich freue mich sehr, auch wenn Sie mich dabei unterstützen und den Artikel kräftig teilen. Danke.

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