30 Jahre Erfahrung zum Thema Haptik
Erfinder, Haptik-Pionier, Buch-Autor, Spitzentrainer
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Von der Unterschicht zu den oberen Zehntausend

Geschrieben am Montag, den 14. September 2020

Das Streben nach oben liegt in der Natur

Unten ist schlecht oben ist gut. Eine steile Karriere zeigt immer nach oben. Wenn wir uns gut fühlen, haben wir Höhenflüge und wenn wir uns schlecht fühlen sind wir in einem Tief. Man sitzt tief in der Sch… oder ist High. Der Mensch bewertet etwas schlecht mit abfallenden Gesten und hebt etwas hervor mit Aufwärtsbewegungen. Wenn wir uns gut fühlen gehen die Mundwinkel nach oben zu einem Lächeln und wenn wir uns schlecht fühlen zeigen die Mundwinkel nach unten.

Kommt es aus der Evolution? Die Fische, die ans Licht strebten und dann sich aufs Land retteten, um den großen gefräßigen Fischen zu entkommen? Die Bäume, die nach oben wachsen, um genug Licht zu bekommen? Nach oben bitte – man kann es gar nicht anders empfinden. Vielleicht auch daher der aufrechte Gang? Vieleicht auch, weil wenn wir nicht mehr aufstehen können, alleine nicht mehr lebensfähig sind? So richtig wissen tut es keiner, aber es ist doch jedem klar, wenn man mal darüber nachdenkt.

Oben unten PuffpaffWir wollen zum Mars fliegen, trauen uns aber nicht ins Innere der eigenen Erde. Das tiefste Loch der Erde soll 12km sein und dann hat man Angst bekommen, weil man befürchtete die Hölle anzubohren. (Artikel)

Und natürlich findet sich diese Hirarchie auch in Kaufregalen wieder, wie Sebastian Puffpaff wunderbar parodiert. (Oben unten, arm und reich, ja und nein von Puffpaff)  
Ja, er hat es wirklich schön beschrieben und es ist so.

Wenn wir etwas sortieren, dann ordnen wir es an und ein und verändern dabei unsere eigene Stimmung.

Ein Haptisches Experiment von John Bargh. Man hat Studenten in zwei gleichgute Gruppen zu einem „Intelligenztest“ aufgeteilt. Die eine Gruppe hat man gebeten Gegenstände vom Tisch unten in ein Regal zu räumen, die andere Gruppe hat man die gleichen gebeten Gegenstände vom Tisch oben ins Regal zu räumen. Dann kam der Intelligenztest. Aber darum ging es gar nicht. Während der Tests waren Schälchen mit Keksen auf dem Tisch. Mit dem Ergebnis, dass diejenigen, die nach oben eingeräumt haben 50% mehr Kekse konsumierten als die, die nach unten eingeräumt haben.

Fazit: Aufwärtsbewegungen stimmen uns positiver und machen uns konsumfreudiger. Priming heißt das Zauberwort.

Kennen Sie auch noch Beispiele für oben und unten oder Sprichworte. Vielleicht auch Wortbeispiele, dann schreiben Sie mir.

Beispiele Sprichworte: Wer hoch fliegt, kann tief fallen. — Hochmut kommt vor dem Fall.

Beispiel Worte: niedergeschlagen, Höhepunkt

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